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Wagenpferd um 1898

Der Ostfriese war eine sehr alte Rasse. Bereits vor 300 Jahren gab es eine Körordnung und vor 150 Jahren hatten die Ostfriesen als Erste in Deutschland ein eigenes Stutbuch.

Es gab damals zwei Schläge dieser Rasse: Zum einen das schwere Arbeitspferd und zum anderen den eleganten, gangstarken Karossier, der zum Renommieren vor die Wagen der hohen Herren angespannt wurde, und das nicht nur im kleinen Ostfriesland, sondern weltweit!

Selbst der Papst hatte Ostfriesen angespannt!

In Aurich gab es Hengstkörungen und Pferdemärkte mit über 500 Pferden, von wo Pferde nach ganz Europa, sowie Nord- und Südamerika verkauft wurden. Man schätzte den überaus guten Charakter der Pferde, ihre Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit und vor allem ihr Gangvermögen und war bereit, dafür auch eine ganze Menge Geld auszugeben.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg stellte man in Ostfriesland die Zucht auf nur noch schwere Arbeitspferde um, denn für edle Wagenpferde sank der Bedarf rapide. Mit Zunahme des Reistports veredelten die Züchter Mitte des 20. Jahrhunderts ihre schweren Pferde mit ausgewählten Araberblut und erhielten so Typen, die sich sowohl für den Fahrsport, als auch für den Reitsport eigneten und da insbesondere für die Military und, dank ihrer starken Hinterhand, für das Springen. Sogar Alwin Schokemöhle hatte sich in der Vielseitigkeit für die Olympischen Spiele 1956 auf einem Ostfriesen qualifiziert.

Leider verpassten die Züchter dann aber in den 60er Jahren den Anschluß in der Pferdezucht und wurden durch die Nachfrage nach leichten, eleganten, großrahmigen, nervigen Reitsportpferden komplett verdrängt, so das der Verband sich 1964 im Hannoveraner-Verband auflöste.

Die alten Hengst-Linien verschwanden vollständig. In den 80er Jahren wurde die ostfriesische Rasse als aussterbend eingestuft!

1983 fanden sich ein paar Liebhaber des Ostfriesen und des alten Oldenburger Typs wieder zusammen, um durch Rückzüchtung diese schweren Warmblüter zu erhalten bzw. wieder herzustellen und gründeten 1986 den "Zuchtverband für das ostfriesische/Alt Oldenburger Pferd.

Man sammelte europaweit die wenigen noch verbliebenen Reste von zuchtfähigen Pferden, die noch das Blut der alten Linien führten. Fündig wurde man insbesondere in der ehemaligen DDR im Gestüt Moritzburg, in Holland, Dänemark und Schlesien. So gelang es, diese schöne alte Rasse wieder zu beleben und man hat heute ein Pferd, das sich vorallem aufgrund seines positiven Charakters, aber auch seiner körperlichen Substanz, sehr gut für den Fahr- und Freizeitsport eignet, dessen Qualitäten aber auch im Turniersport nicht von der Hand zu weisen sind.

 

Das Zuchtziel des Verbandes ist auch heute noch ein elegantes, kalibriges Pferd mit gutem Gangvermögen und einem ausßergewöhnlich ausgeglichenen Temperament. Gerade dem einmalig guten Charakter des ehemaligen Bauernpferdes kommt der größte Stellenwert zu.

Der Verband hat zur Zeit über 200 Stuten registriert, 28 Hengste stehen auf den Deckstationen. Die jährliche Fohlenzahl liegt bei etwa 80 Tieren.

Über 200 Züchter, vornehmlich aus Niedersachsen, sind im Verband registriert.

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